Achtsamkeit mit Kindern
Achtsamkeit mit Kindern ist ein unglaublich wertvolles Thema, das in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Es geht darum, Kindern zu helfen, ihre Gedanken, Gefühle und Körperwahrnehmungen bewusst zu erleben, ohne sie sofort zu bewerten oder zu verurteilen und auch zulernen damit umzugehen und es regulieren zu können.
Achtsamkeit fördert emotionale Intelligenz, Resilienz, Dankbarkeit und Mitgefühl. Diese Fähigkeiten sind sehr wichtig für eine gesunde psychische Entwicklung jedes Kindes.
Warum Achtsamkeit mit Kindern wichtig ist:
Kinder wachsen in einer Welt auf, die zunehmend schneller und komplexer wird. Smartphones, digitale Medien, Leistungsdruck in der Schule und zwischenmenschliche Herausforderungen können Stress und Angst verursachen, das sich wiederum auf die emotionale Gesundheit auswirken kann.
Achtsamkeit bietet eine Möglichkeit, inmitten dieses hektischen Umfelds innezuhalten, kleine Pausen zu machen und die eigenen Gefühle und Gedanken zu verstehen und zu regulieren.
Hier sind einige Gründe, warum Achtsamkeit besonders für Kinder wichtig ist:
1. Förderung der emotionalen Intelligenz:
Achtsamkeit hilft Kindern, ihre Emotionen wahrzunehmen und zu verstehen. Sie lernen, ihre Gefühle zu erkennen, bevor sie impulsiv reagieren. Diese Fähigkeit ist grundlegend, um mit Frustration, Wut oder Ängsten umzugehen.
2. Bessere Konzentration und Fokus:
Kinder, die Achtsamkeit üben, können sich besser konzentrieren, da sie lernen, ihre Aufmerksamkeit zu steuern. Dies ist besonders in der Schule von Vorteil, da Achtsamkeit die Fähigkeit zur fokussierten und nachhaltigen Arbeit stärkt.
3. Reduzierung von Stress und Angst:
Achtsamkeit hat nachweislich beruhigende Effekte und hilft Kindern, mit Stress und Ängsten umzugehen. Indem sie Techniken wie Atemübungen oder Achtsamkeits-Meditationen anwenden, können sie sich besser entspannen und emotionale Ausbrüche vermeiden.
4. Förderung von Empathie und Mitgefühl:
Durch Achtsamkeit entwickeln Kinder ein besseres Verständnis für die Gefühle anderer. Das hilft ihnen, empathischer und freundlicher zu werden, dies ist eine Eigenschaft, die in sozialen Beziehungen und im täglichen Leben wichtig ist.
5. Kreativität und Selbstregulation:
Achtsamkeit fördert die Fähigkeit zur Selbstregulation, was bedeutet, dass Kinder lernen, ihre Impulse besser zu kontrollieren und Entscheidungen bewusst zu treffen. Diese Fähigkeit trägt zur Entwicklung von Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten bei.
Wie Achtsamkeit mit Kindern praktiziert werden kann
5 Achtsamkeits-Impulse für Eltern & Kinder
Achtsamkeitsübungen benötigen in der Regel keine grosse Vorbereitung und können fast überall durchgeführt werden. Sie sind nicht nur speziell für Kinder gedacht, sondern eignen sich für Menschen jeden Alters. Jede Übung sollte von den Eltern zuvor einige Male selbst ausprobiert werden, bevor sie gemeinsam mit den Kindern durchgeführt wird. Zwingen Sie Ihr Kind niemals zu einer Übung, denn Achtsamkeit soll frei von Druck und Leistungsdenken sein. Achtsamkeit ist wertfrei – es gibt kein Richtig und kein Falsch. Viel Spass beim Praktizieren!
Atemfokussierung:
- Stehe oder setze dich gemütlich hin und schließe die Augen für einen Moment.
- Konzentriere dich auf deinen Atem. Spüre wie sich deine Bauchdecke hebt und senkt. Immer und immer wieder.
- Zähle nun langsam beim Einatmen bis fünf und auch beim Ausatmen wieder ganz langsam bis fünf.
- Spüre, wie sich deine Atmung beruhigt und fokussiere dich auf diesen Moment.
Bodyscan für Kinder:
- Lasse dein Kind sich bequem hinlegen. Wenn es mag decke es zu, damit es ihm ganz wohl ist.
- Nun darf es sanft seine Augen schliessen und deiner Stimme lauschen.
- Führe es nun von Fuss bis Kopf durch den Körper und beginne gleich bei den Zehen.
- Du kannst es mit deinen eigenen Worten anleiten wie zbsp.: gehe nun mit deiner Aufmerksamkeit zu deinen beiden Füssen. Nimm wahr was du dort wahrnehmen kannst. Vielleicht kribbelt es oder ist es warm oder kalt aber auch wenn du nichts wahrnehmen kannst ist es völlig okay.
- Du gehst nun von Körperstell zu Körperstell bis du beim Kopf angelangt bist.
- Lass dein Kind alle Körperstellen genau spüren und wahrnehmen.
- Ermuntere es auch dir eine Rückmeldung zugeben, wie sich die jeweilige Körperstelle genau anfühlt.
Geräusche hören:
- Lass dein Kind sich bequem hinsetzten, egal wo. Es kann im Garten sein oder auch in einem Raum.
- Es darf nun seine Augen sanft schliessen und einfach lauschen, was für Geräusche es hören kann.
- Es können Geräusche in der Nähe sein aber auch aus der Ferne.
- Lasse nun dein Kind die die Geräusche benennen und falls es Unterstützung braucht, könnt ihr gemeinsam versuchen die Geräusche zu benennen und somit ganz viel Neues entdecken.
Achtsames Essen:
- Nimm die nächste Mahlzeit als Übungsplattform sei das das Mittagessen oder aber auch ein Znüni oder Zvieri ist gut geeignet.
- Bevor dein Kind mit dem Essen beginnt, fordere es auf seinen Teller mit den Nahrungsmittel ganz genau mit den Augen zu inspizieren. Auch die Nase darf dabei helfen. Welche Farben siehst du, sind die Spaghetti wohl weih oder hart, wie viel Rüebli sind auf dem Teller oder wie riecht die Kartoffel? Es darf auch laut beschrieben werden.
- Danach darf langsam mit dem Essen begonnen werden. Es wird jeder Bissen bewusst gekaut und der Geschmack und die Konsistenz bewusst wahrgenommene.
- Falls man möchte darf das Erlebte nach dem Essen auch erzählt werden und immer im Bewusstsein haben, jeder nimmt sein Essen anders wahr. Es geht bei dieser Übung auch nicht um richtig oder falsch sondern einfach um das Üben wertfreier Wahrnehmung.
- En Guete😊
Dankbarkeitsmoment:
- Ein schönes Ritual für Gross und Klein.
- Vor dem Zubettgehen teilt jedes der Familie drei Dinge mit, für die es heute dankbar war oder st. Es können kleine oder große Dinge des Tages sein.
- Dies kann mündlich oder auch schriftlich geschehen in Form eines Dankbarkeitstagebuches.
- Dies fördert die Dankbarkeit und schafft eine positive Atmosphäre vor dem Schlafengehen.
Unser Kinderkurs «Herz über Kopf» unterstützt dein Kind mit Achtsamkeit:
In unserem Kurs „Herz über Kopf“ dürfen die Kindern Achtsamkeit auf die verschiedensten Arten kennenlernen. Sei dies mit kreativen Aktivitäten, emotionalem Lernen oder Geschichten hören und reflektieren.
Somit können die Kinder durch verschiedene Übungen und Spiele erleben, wie Achtsamkeit ihren Alltag bereichern kann. Themen wie „Gefühle wahrnehmen, ausdrücken und regulieren“ oder „Selbstliebe, Dankbarkeit und Vertrauen aufbauen“ können mit Achtsamkeitsübungen wunderbar gefördert werden.
Dieser Kinderkurs stärkt nicht nur die emotionale Stabilität und das Selbstbewusstsein der Kinder, sondern fördert auch eine tiefere soziale Verbundenheit mit anderen. Kinder, die Achtsamkeit üben, können ihre Emotionen besser regulieren, sind weniger stressanfällig und entwickeln eine positive Grundhaltung gegenüber Herausforderungen. Dies hat langfristig einen positiven Einfluss auf ihre schulischen Leistungen und zwischenmenschlichen Beziehungen.
Für Eltern bedeutet dies, dass sie ein Kind haben, das nicht nur selbstbewusster und ausgeglichener ist, sondern auch empathischer gegenüber anderen wird. Zudem werden die Eltern in die Achtsamkeitspraxis eingebunden und erhalten wertvolle Impulse, die sie im Familienalltag nutzen können.“
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